Addio, Umberto!

Den meisten ist Umberto Eco durch Bücher wie Der Name der Rose, das ihn weltberühmt machte, ein Begriff. Am Abend des 19. Februar ist mit ihm einer der größten italienischen Intellektuellen der Gegenwart im Alter von 84 Jahren gestorben. Er war bereits lange Zeit an Krebs erkrankt.

Eco wurde am 5. Januar 1932 als Sohn eines Buchhändlers im piemontesischen Alessandria geboren. Er studierte  Philosophie und Literaturgeschichte in Turin und arbeitete anschließend mehrere Jahre als Kulturredakteur und anschließend als Lektor beim Bompiani Verlag in Mailand. 1971 berief ihn die Universität Bologna als Professor für Semiotik. Seinen ersten Roman schrieb er, als er bereits anerkannter Wissenschaftler und Publizist war. Der Name der Rose  verkaufte sich über 15 Millionen Mal.

Als unorthodoxer Linker schrieb Umberto Eco unter anderen für die italienische Zeitung „Il Manifesto“ und war 1979  Mitbegründer der Literatur-Monatszeitung „Alfabeta“. 2002 war Eco an der Gründung der Gruppe „Libertà e Giustizia“ („Freiheit und Gerechtigkeit“) beteiligt, die sich als intellektuelle Opposition gegen die Politik Silvio Berlusconis verstand. In seinem letzten Roman Nullnummer, der 2015 erschien, beschäftigte sich Eco kritisch mit der Presse und Politik im heutigen Italien.

Mit Eco geht nicht nur ein großer Intellektueller, sondern auch eine wichtige Gegenstimme im heutigen Italien.

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